Transmutationsnachrichten Juli 2014

Letztens hatte ich nachts eine sehr tiefsinnige Erkenntnis. Ich möchte sie gerne mit euch teilen, für den Fall, dass meine Erfahrung einen Funken in euch entfacht.

Zuerst werde ich euch eine Hintergrundinformation mitteilen, die meine Erfahrung inspiriert haben könnte.

Während der letzten Monate sind eine Reihe meiner Freunde, Studenten und Kollegen gestorben. Das Thema Tod war in meinem Umfeld präsent. Ich habe reflektiert, wie viele Menschen, die mir nahe standen und die in meinem Alter waren, diese Form der Existenz verlassen haben. Ich bin mir sicher, dass mich das auf einer tiefen Ebene, tiefer als die, der mir bewussten Gefühle, beeinflusst hat.

Dem ist hinzuzufügen, dass ich immer mehr eine Herausforderung verspüre, wenn ich das Verhalten des dichtbevölkerten Kollektivs gegenüber der Umwelt und allem Leben beobachte. Das Ausmaß an Gier und Gewalt währt fort, obwohl die Menschen sich als entwickelte Spezie verstehen.

Ich bin immer schon eine empfindsame Person gewesen. So ist es nichts Neues für mich, wenn das unbewusste Verhalten der Menschen eine große Auswirkung auf mich hat. Ich kann mir vorstellen, dass viele von Ihnen das Gleiche spüren. Ich beschäftige mich weiterhin mit den spirituellen Praktiken, die ich lehre. Ich wende sie besonders dann an, wenn mein Ego von etwas, das ich beobachte, getriggert wird. Sie helfen mir dabei, in eine positivere Bewusstseinsform umzuschalten.

Ich wusste schon immer, dass ich eine Arbeitsbiene bin. In mir brennt ein starkes, kreatives Feuer, dass mich am Arbeiten hält. Dieses kreative Feuer lässt mich mit Klienten arbeiten, lässt mich schreiben und lehren, immer in der Hoffnung, dass ich damit andere dazu inspiriere, ein bewussteres Leben zu führen.

Diejenigen von Ihnen, die mich kennen, die mit mir gearbeitet haben oder die diese monatliche Kolumne regelmäßig lesen, wissen, dass ich hart arbeite. Ich widme mich meiner Arbeit voll und ganz. Und wie Sie sich sicher vorstellen können, ist das nicht immer zu meinem Wohl gewesen. Gleichzeitig fühle ich mich berufen, es zu tun und ich folge dieser Berufung.

Einen weiteren Punkt füge ich dieser Hintergrundinformation noch hinzu. Sowohl als Teenagerin als auch als Erwachsene reite ich auf den sich abwechselnden Wellen der Freude und der Depression.

Damit möchte ich nur sagen, dass ich oft die Bedeutung des Lebens in Frage stelle.

Ende Mai wachte ich mitten in der Nacht auf. Ich befand mich in einem veränderten Bewusstseinszustand der Selbstwahrnehmung , den ich nicht erklären kann. Ich befand mich zwischen den Welten. Weder schlief ich, noch war ich wach. Dieser Zustand hielt wahrscheinlich nur eine Minute an. In diesem Wachtraum wurde mir die Bedeutung des Lebens mit einem Schlag klar.

Die größte Bedeutung hatte für mich, dass ich die Möglichkeit hatte, wunderschöne Orte und Landschaften auf dieser Erde zu sehen. Ich hatte die wundervolle Gelegenheit, einige dieser schönen Orte auf meinen Reisen tatsächlich zu besuchen. Dank der Medien sah ich Fotos und Filme außergewöhnlicher Orte auf dieser Erde, die ich selbst nicht besuchen konnte. Mir war bewusst, dass ich diese Möglichkeit, so viele farbenfrohe Landschaften und so vielfältige und einzigartige Lebensformen zu sehen, in keinem meiner früheren Leben gehabt hatte. Denn in grauer Vorzeit war es unmöglich, Bilder anzusehen, die irgendwo auf der Welt aufgenommen worden waren.

In der Lage zu sein, die außergewöhnliche Schönheit der Erde zu sehen, war das, was die größte Bedeutung für mich hatte.

An zweiter Stelle kam, dass ich Liebe erlebte.

Und zuletzt erfuhr mein Leben eine größere Bedeutung dadurch, dass ich die Gelegenheit hatte, mich um beide meiner Eltern gegen Ende ihres Lebens zu kümmern.

In dem Moment, in dem mir diese drei Dinge, die meinem Leben Bedeutung gegeben hatten, bewusst wurden, schlief ich wieder ein und hatte ein paar interessante Träume.

Als ich am nächsten Morgen aufwachte, war ich tief durch diese Erfahrung beeindruckt. Es war kein gewöhnliches, nächtliches Aufwachen gewesen, bei dem man über Dinge auf rationale und intellektuelle Art und Weise nachdenkt. Ich hatte mich in einem tiefen, spirituellen Zustand befunden, als ich in diesem Bewusstseinszustand war, und ich fühlte es in jeder Zelle meines Körpers.

Er war meinen Nahtoderfahrungen sehr ähnlich, bei denen ich spontane und tiefgehende spirituelle Wahrheiten sowie ein neues Level des Bewusstseins erfahren hatte, die in meine zelluläre Erkenntnis gesunken waren und einen tiefen inneren Wandel kreiert hatten.

Nachdem ich aufgewacht war, reflektierte ich das, was ich mitten in der Nacht erhalten hatte. Ich war überrascht, dass meine Arbeit im Dienst des Schamanismus nicht als etwas vorkam, was meinem Leben Bedeutung gibt. Natürlich weiß ich um die Geschenke, die ich mit meinen Klienten, Studenten und dem gesamten Kollektiv geteilt habe und schätze sie. Aber auf einem tiefen Level war dies nicht das, was mir als bedeutungsgebend für mein Leben enthüllt wurde.

Ich bin mit so vielen Menschen am Ende ihres Lebens zusammen gewesen. Und ich höre immer wieder dasselbe. Die Menschen denken dann oft darüber nach, welche Prioritäten sie im Leben gesetzt haben. Sie sprechen oft über die kleinen Dinge im Leben, die ihnen am wichtigsten waren. Selten wird als das Wichtigste das Offensichtliche genannt, nämlich „gute Arbeit“. Ich höre nie, dass sich die Menschen wünschen, mehr oder härter gearbeitet zu haben.

Das bezieht sich wiederum auf das, was ich schon in den Transmutationsnachrichten im Juni geschrieben habe: „Das Skript zerreißen.“ (AdÜ: siehe auch https://www.sandraingerman.com/tngermanjune2014.html)

Während so einer intensiven Zeit des Wandels, konzentrieren wir uns wirklich darauf, was wichtig ist für unsere Seele? Oder konzentrieren wir uns darauf, was wir denken, tun zu müssen?

Ich weiß, dass viele Lehrer vorschlagen, auf unser Leben zu schauen, als ob wir am Ende darauf zurückschauen würden. Es ist wichtig, zu reflektieren, wie wir die Prioritäten erneut setzen würden, sodass wir jetzt Veränderungen vornehmen können.

Meditieren Sie oder reisen Sie diesen Monat schamanisch zu den simplen Dingen im Leben, die Ihrem Leben Bedeutung geben. Wie würden Sie Ihr Leben verändern, sodass Sie sicherstellen können, dass Sie sich Aktivitäten widmen, die Ihnen wirklich wichtig sind?

Die andere Lehre, die ich in diesem klaren und erhöhten Zustand erhielt, war, wie wichtig es ist, sich auf die eigene Schönheit zu konzentrieren. Ich habe den Eindruck, dass mir gezeigt wurde, wie die Schönheit der verschiedenen Landschaften der Erde meine innere Schönheit reflektiert.

Bei meiner Arbeit mit anderen, werde ich oft dadurch berührt, dass wir nur sehr wenig unsere eigene Schönheit anerkennen. Als Kollektiv definieren wir uns durch die kollektive Definition der äußeren Schönheit. Wir lassen außer acht, dass sich die Schönheit unserer Seele entfalten muss, wie eine Blume, deren Blüte im Frühling oder Sommer blüht.

Wenn wir weiter unser göttliches Licht scheinen lassen, müssen wir die tiefe und wahre Schönheit, die in jedem von uns wohnt, anerkennen. Wir sind so schön im Inneren, wie es die Erde mit der Schönheit der Natur, die uns im Äußeren umgibt, zurückreflektiert.

Eine liebe Freundin hatte mir eine Email geschickt, in der sie über die Lehre “Wie oben, so unten” nachdachte. Sie schrieb, dass sich dies aus einer astrologischen Perspektive heraus nicht auf Ursache und Wirkung in der Beziehung zwischen Erde und Himmel bezieht. Die Betonung liegt bei dieser Lehre auf der Korrelation und dem Spiegeln, das stattfindet, wenn sich zwei Wesen ansehen und sich jedes einzelne in den Augen des anderen spiegelt. Die Erde reflektiert das, was im Himmel ist und der Himmel das, was auf der Erde ist.

Diese Worte berührten mich. Ich dachte daran, wie ich in die Augen anderer schaue und in die Welt. Wenn wir unseren Blick verändern und das Licht in allem sehen, ist es genau das, was auf uns zurück reflektiert wird. Das ist ganz altes Wissen, das uns seit langer Zeit weitergegeben wurde.

Ich weiß, dass ich darüber bereits geschrieben habe. Aber es ist so wesentlich, dass wir unseren Fokus nicht verlieren, wenn wir in die Augen anderer schauen. Wenn wir das wahre Licht in den Augen allen Lebens sehen, verändern wir unsere Realität, indem wir unsere Wahrnehmung verändern.

Seien Sie aufmerksam und seien Sie sich bewusst darüber, wie Sie bewerten, was Sie bei anderen und in der Welt sehen. Wir haben immer die Wahl, entweder Krankheit und/oder Leiden zu sehen oder wir haben die Wahl, die Brillanz des spirituellen Lichts zu erkennen, das Teil jeder Form von Leben ist. Je mehr Sie den Fokus dabei halten, desto tiefer können Sie in andere Dimensionen des Lebens reisen. Die Dimension der Schönheit ist jederzeit gegenwärtig.

Am 12 Juli ist Vollmond. Starten Sie Ihre Vollmondzeremonie damit, Ihre innere Schönheit zu reflektieren und die Schönheit allen Lebens um Sie herum. Schauen Sie sich Fotos der Natur, der Erde an und schenken Sie diesem strahlenden Planeten, auf dem wir leben, Wertschätzung.

Aus dieser Haltung der Wertschätzung gegenüber der Schönheit des Lebens heraus, verfolgen Sie die Praxis der Transfiguration, um das abzulegen, was Sie von Ihrem göttlichen Licht trennt. Strahlen Sie dieses Licht aus, während Sie sich darauf fokussieren, sich mit der Schönheit unserer globalen Gemeinschaft, die überall auf der Erde das Gleiche macht, zu verbinden. Stellen Sie sich diese Schönheit vor und schauen Sie darauf, und schauen Sie auch auf alle, die ein strahlendes Netz des Lichts weben, indem sie sich berühren, sich umarmen und damit jedes Lebewesen verbinden.

Wenn Sie die Transmutationsnachrichten zum ersten Mal lesen, dann besuchen Sie bitte auf der Homepage “Ein menschliches Netz aus Licht”. Dort finden Sie die Anleitung zu unserer Vollmondzeremonie.

Copyright 2014 Sandra Ingerman. All rights reserved.
Übersetzung: Astrid Johnen

Recommended Posts